Wer bin ich

Text & Musik: Irmtraud

 

Ich glaube, über mich gibt’s nicht viel zu sagen,

wer mich kennen will, muss mich ertragen.

Ich wurde wie du ins Fleisch geboren,

und hab‘ mit der Benennung mein Selbst verloren.

 

Weil man mich taufte und mit Namen nannte,

habe ich mich zu diesem Namen bekannt.

Drum hab ich vergessen, wer ich vorher war,

kann mich nicht mehr erinnern, wie sonderbar.

 

Wer bin ich?   Wo komm‘ ich her ?

Kannst Du es mir sagen, ich weiß es nicht mehr !

Wer bin ich ?   Warum bin ich hier ?

Kennst Du die Antwort, dann sage sie mir !

 

Ich glaube, ich kam wie du aus der Ewigkeit her,

weiß das von sich selbst   denn niemand mehr?

Was immer auch du seit Ewigkeit bist,

das will man dir stehlen, versteckt und mit List.

 

Der Mensch wird auf Schablonen geprägt

Und ihm gesagt, dass er damit alles besteht.

Dabei wird gelogen und alles so verdreht,

damit es letztlich wirklich niemand versteht.

 

Wer bin ich?   Wo komm‘ ich her ?

Kannst Du es mir sagen, ich weiß es nicht mehr !

Wer bin ich ?   Warum bin ich hier ?

Kennst Du die Antwort, dann sage sie mir !

 

Zwischen dem Reden und dem Handeln liegt das Meer.

Und das Meer kommt oft in Form einer Ausrede daher.

Es werden nicht menschliche Werte gelehrt

Und genau deshalb wird das Leben erschwert.

 

Wer bin ich?   Wo komm‘ ich her ?

Kannst Du es mir sagen, ich weiß es nicht mehr !

Wer bin ich ?   Warum bin ich hier ?

Kennst Du die Antwort, dann sage sie mir !

 

Ich glaube, es geht darum, sich selber zu finden

Und nicht mehr zugehören zu den ewigen Blinden.

Zu erforschen, was ist mein wirkliches Sein,

das macht das Leben erst glücklich und fein.

 

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© Irmtraud Kaul